Zur Behandlung hilft oft schon eine Anleitung zur Selbstbeobachtung und eine Aufklärung des Patienten über die Zusammenhänge sowie Anleitungen zur Selbstmassage der verspannten Muskeln, um die Beschwerden etwas zu lindern. Allerdings fehlt während des Schlafes jegliche Kontrolle über die Reflexaktivität des Kauorgans. Der Kaudruck, der bei uns Menschen normalerweise im Maximum 0,4 bis 0,45 kN beträgt, kann sich um den Faktor 10 steigern. Das bedeutet, dass das Gelenk "mit einer halben Tonne" belastet wird. Dass hierdurch schwere Schäden entstehen können, liegt auf der Hand.
Hilfreich kann auch die Zusammenarbeit des Zahnarztes mit einem entsprechend fortgebildeten Physiotherapeuten sein.
Zahnärzte können in Zusammenarbeit mit einem entsprechend qualifizierten Zahntechniker, eine Aufbissschiene anfertigen, um den Verschleiß zu stoppen und eventuelle Störkontakte der Zähne auszugleichen, was ebenfalls zur Entlastung führen kann. Die Anfertigung dieser Schienen stellt allerdings ausgesprochen hohe Ansprüche an die Qualifikation des jeweiligen Zahnarztes und Zahntechnikers. Die routinemäßige Ausbildung an der Uniklinik streift diesen Aspekt nur. Die DGZMK (Deutsche Gesellschaft für Zahn- Mund und Kieferheilkunde) empfiehlt, jeden definitiven Eingriff an den Zähnen beim Vorliegen einer Aufbissproblematik bis zur Sanierung dieser Problematik zu verschieben.
Eine Psychotherapie kann bei der Behandlung von Bruxismus-Patienten sinnvoll sein.
Nachts fühlt sich der Partner, ähnlich wie bei einem Schnarcher, häufig durch das laute Zähneknirschen gestört.
Die Aufbissschiene ist lediglich ein Abriebschutz. Sinnvoller wäre eine kausale Therapie, die den Verhaltensmechanismus stoppt. Dazu kann Biofeedback genutzt werden: über eine Sonde am Kaumuskel wird die Muskelspannung gemessen und akustisch an den Patienten zurückgekoppelt. Knirschen = Spannung = Warnsignal = Bewusstwerden. Jetzt soll es möglich sein den Kauimpuls willentlich zu unterbrechen. Wird dies trainiert, kann über Generalisierung der Impuls später auch ohne akustisches Signal möglicherweise wahrgenommen und gestoppt werden.
In der hypnotherapeutischen Behandlung wird eine Verlagerung der Muskelanspannung aus dem Kiefer in die Hand suggeriert, oder ein Erwachen bei jedem Zähneknirschen, bis die Gewohnheit verändert ist, oder ein spontanes Lösen der Anspannung im Schlaf. Diese Suggestionen werden posthypnotisch gefestigt und die Umsetzung bei einem späteren Gespräch überprüft.
Bei Kindern ist Zähneknirschen jedoch völlig normal. Kinder müssen vor, während und nach dem Zahnwechsel die Okklusion, also die Feinabstimmung des Zusammenbisses zwischen oberer und unterer Zahnreihe, zurechtbeißen und einschleifen, was zwar mit oft heftigen Knirschgeräuschen einhergeht, aber keinen Grund zur Beunruhigung darstellt. Es gibt in der amerikanischen Literatur Untersuchungen, die einen Zusammenhang zwischen „idiopathischen“ Skoliosen beim Jugendlichen und funktionsgestörtem Kauorgan sehen.
Siehe auch: Kaugeräusch
Die Deutsche Gesellschaft für Zahn- Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) definiert Bruxismus als Parafunktion (Knirschen, Pressen) mit unphysiologischen Auswirkungen an Zähnen, Parodontien, der Kaumuskulatur (engl.: masticatory musculature) und/oder den Kiefergelenken.