Typische Symptome einer Blasenentzündung sind:
- Dysurie/Algurie – Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen
- Pollakisurie – Häufiger Harndrang mit geringen Urinportionen
- Blasentenesmen – Blasenkrämpfe
Weitere Symptome sind:
- Hämaturie – Blutbeimengung zum Urin, entweder sichtbar als Makrohämaturie oder nicht sichtbar als Mikrohämaturie
- Schmerzen im Unterleib
- Starker Harndrang mit Urinverlust (Dranginkontinenz) kann ebenfalls auftreten
- Fieber
Neben der Erhebung der Anamnese und der körperlichen Untersuchung steht die Urindiagnostik an erster Stelle. Hierzu wird Mittelstrahlurin genommen, d. h. die erste Urinportion wird verworfen genau so wie die letzte. Außerdem sollte man beachten, dass man nur 10 ml Urin abnimmt, denn mehr brauchen die MTLAs zur Diagnostik nicht. Wichtig ist, dass das Genital vorher gründlich gesäubert wird, damit eine Verunreinigung des Urins mit der normalen Schleimhautflora vermieden wird. Des Weiteren muss bei der Frau darauf geachtet werden, dass die richtige Technik angewandt wird, was bedeutet, dass die Schamlippen gespreizt werden, damit der Urin so wenig Kontakt mit der Umgebung bekommt wie möglich. Es ist auch möglich, den Urin mittels Einmalkatheterisierung oder durch eine suprapubische Blasenpunktion zu gewinnen. Diese invasiven Möglichkeiten werden in der Regel im Krankenhaus angewendet. Ein erster Test erfolgt mit sogenannten Urinteststreifen. Dieser dient dem Nachweis von roten Blutkörperchen, weißen Blutkörperchen und Nitrit als Abbauprodukt von Bakterien. In einem weiteren Schritt wird der Urin mikroskopisch untersucht. Hierbei können die oben genannten Blutbestandteile, sowie Bakterien und Kristalle eindeutig identifiziert werden. In einem letzten Schritt erfolgt das Anlegen einer Urinkultur zur genauen Differenzierung des Erregers. Diese dient weiterhin der Erstellung eines Antibiogramms, um damit eine gezielte Antibiotikatherapie zu ermöglichen.
Zur weiteren Diagnostik gehört die Ultraschalluntersuchung der Nieren und der Harnblase. Bei rezidivierenden Zystitiden ist eine Ausscheidungsurographie zur Beurteilung der Abflusswege und eine Zystoskopie zur genauen Beurteilung der Harnröhre und Harnblase sinnvoll.